Montag, 21. April 2014

Das Forschungsschiff "Polarstern" - Fotodoku

Am Ostersonntag 2014 hatten wir das große Glück, den Forschungseisbrecher "Polarstern" im Trockendock in Bremerhaven besuchen zu dürfen.
Die Polarstern ist das größte deutsche Forschungsschiff und seit 1982 im Einsatz. Neben der Besatzung befinden sich im Durchschnitt etwa 40-50 Forscher an Bord, wenn die "Polarstern" ihre Fahrten in Arktis und Antarktis durchführt.



Derzeit werden in der Werft Wartungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt. Das knapp 118m lange Schiff hat einen Tiefgang von max. 11,2m und erreicht eine Geschwindigkeit von 16,5 Knoten, was etwa 31km/h entspricht.

Zuerst durften wir die Brücke besichtigen, die wirklich riesig ist.





Von hier aus wird das Schiff gesteuert. Es gibt 3 Plätze, von welchen aus gesteuert werden kann, zusätzlich besteht auch die Möglichkeit, das Schiff von der Maschinenleitstelle zu steuern, falls die Brücke ausfallen sollte.

Die Maschinenleitstelle ist der "Überwachungsraum" des Maschinenraumes. Hier kann per Computer jede Maschine überwacht und gesteuert werden.

Hier seht Ihr den leitenden Ingenieur, Olaf Ziemann, bei der Arbeit. Er ist dafür verantwortlich, daß alle Maschinen ordnungsgemäß funktionieren. Dazu gehört auch die regelmäßige Wartung sowie die Reparatur der Maschinen.
Die "Polarstern" läuft mit 4 Dieselmotoren mit einer Gesamtleistung von 14,7 MW (etwa 19.000 PS) Dadurch ist sie in der Lage, bis zu 1,5 m dicke Eisschollen mit einer Geschwindigkeit von ca. 5 Knoten zu durchfahren. 



Derzeit sind die Kolben ausgebaut (gezogen) worden, um sie zu überholen bzw. gegebenenfalls auszutauschen.







Hier seht Ihr den Hubschrauberhangar, während der Aufnahme stand ich auf dem Landeplatz.
Die "Polarstern" reist mit 2 Hubschraubern an Bord, welche mit zusammengeklappten Flügeln tatsächlich in den klein wirkenden Hangar passen.
Die Hubschrauber werden hauptsächlich für Landgänge genutzt, bei denen von direkt vom Schiff aus an Land gegangen werden kann.


Unter dem Schiff finden derzeit auch zahlreiche Wartungsarbeiten statt. Dazu gehören die Wartung der Turbinen sowie auch der Anstrich der Außenwand.





Die Besatzung sowie die Forscher leben während der Reisen meist in 2er-Kajüten mit Doppelstockbett und einem kleinen Bad mit WC und Dusche. Lediglich die Offiziere sowie der Expeditionsleiter haben Einzelkabinen.



Für die Freizeit stehen eine Bibliothek, die neben einschlägiger wissenschaftlicher Literatur auch Belletristik enthält, ein Fitneßraum, eine Sauna mit Solarium sowie ein kleines Schwimmbad zur Verfügung. Es gibt 2 Messen, in welchen gegessen wird sowie eine kleine Bar.


Besonderheiten der "Polarstern":
- Sie hat als erstes Forschungsschiff weltweit den Nordpol umrundet.
- Zum Verladen von Forschungsgeräte steht ein fest verbauter15t-Kran zur Verfügung, desssen Arm 24m lang ist.
- Das Arbeitsdeck ist beheizbar, damit auch bei Minusgraden keine Vereisung stattfinden kann und ein sicherer Stand gewährleistet ist.

Ich könnte sicherlich noch sehr viel mehr schreiben, werde es aber hierbei belassen.
Falls jemand spezifische Fragen hat, dann stellt sie bitter per Kommentarfunktion. Ich werde sie dann gern beantworten bzw. weiter geben und beantworten lassen.




Diese Fotodoku kommt mit zu Claras Montagsmenschen. Über Feedback würde ich mich sehr freuen.

Kommentare:

  1. Liebe Annie,

    die Fotostrecke ist ja toll! Das klingt sehr interessant - so eine Führung würde ich auch gerne mal mitmachen.

    LG, Roma

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  2. Ein toller Einblick ... danke für den Rundgang :-)
    LG
    Frau H.

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  3. Danke für Euer Feedback. Ich freue mich, daß auch meine nicht-DIY-Themen ankommen. :)

    LG, Annie

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  4. Wonderful tour of the icebreaker! I'm amazed to see the swimming pool!

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  5. Coooooooooooooool!!!!
    Die Nachbarin von meien Schwiegereltern arbeitet auf der Polarstern :)

    LG Mona

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Dankeschön, dass Du mir ein Feedback gibst. Ich freue mich über jeden Kommentar. :)