Samstag, 5. Juli 2014

Schmorgurkenpfanne mit Klopsen ... Rezept und Gedanken

Mir ist gerade aufgefallen, daß ich schon lange kein Rezept mehr gepostet habe, daher habe ich heute für Euch Uromas Schmorgurkenpfanne in einer leicht abgewandelten Version.

Schmorgurken? So richtig Hausmannskost, gar nicht in und hip?
Genau so ist es, und dafür gibt es einige gute Gründe. Der erste ist, daß meine "Männer" Hausmannskost lieben. Und wenn ich weiß, daß sie bestimmte Dinge gern essen, dann koche ich sie natürlich auch. :)

Dann sind es oft Gerichte, die ich schon als Kind gegessen habe, allerdings in einigen Punkten doch etwas anders.
Als Kind bin ich nach der Schule zu Oma gegangen. Meine Eltern haben gearbeitet, und Oma war schon in Rente und hat immer frisches Mittag für mich gekocht. Und was hat sie gekocht? Natürlich Hausmannskost.
Als Krieggeneration hatte sich bei ihr festgesetzt, daß man "was auf die Rippen" kriegen muß. Natürlich mußte man aufessen, und alles wurde mit extrem viel Fett zubereitet, Süßspeisen mit unglaublich viel Zucker.
Wenn ich heute Gerichte von Oma nachkoche, dann reduziere ich Fett und Zucker auf ein Minimum. Und ich koche alles generell kürzer, damit das Gemüse noch Biß hat. Aber ansonsten koche ich, was Oma schon gekocht hat, von Eintöpfen über gefüllte Paprikaschoten bis hin zur Schmorgurkenpfanne. :)
Und es gibt bei uns deutlisch weniger Fleisch als damals, als es eigentlich jeden Tag Kartoffeln, Fleisch, Gemüse und Soße gab.

Noch ein Vorteil von Omas Küche ist, daß zyklisch gekocht wird, also das zubereitet wird, was es gerade frisch aus dem Garten oder auf dem Markt gibt. Im Winter sind das natürlich Kohlsorten, jetzt im Sommer haben die Gurken Saison. Frisches einheimisches Gemüse ist gut für die CO2-Bilanz und natürlich viel günstiger als importiertes.

Ich könnte jetzt den ganzen Tag weiter schwafeln, aber Ihr wollt sicher das Rezept erfahren. ;)

Zutaten:
300g Rinderhack (oder Tatar, der ist noch margerer)
2 Zwiebeln
1 Ei
1 große Schmorgurke, min. 500g
200ml Gemüsebrühe
150g Kräuterfrischkäse Magerstufe (Oma hat hier immer Sahne genommen)
1 EL Senf
Salz, Pfeffer, Dill
1 EL Weißweinessig

dazu passen Stampfkartoffen, dafür brauchen wir Kartoffeln, etwas Butter und Milch

Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen, in große Stücken schneiden und in Salzwasser zu kochen bringen. Etwa 20 Minuten kochen, bis sie weich sind.

Wenn die Kartoffeln aufgesetzt sind, aus Hack, 1 gewürfelten Zwiebel, dem Ei und dem Senf eine Masse zubereiten, mit Salz und Pfeffer würzen und zu 12 kleinen Klopsen formen, Diese mit ein wenig Öl in der Pfanne rundrum braten, bis sie braun und gar sind. Häufig wenden.


In der Zwischenzeit die Gurke halbieren, schälen und entkernen, die Stück nochmals längs teilen und dann in Streifen runter schneiden. Die Zwiebel pellen und hacken.

Die fertigen Klopse aus der Pfannen nehmen, die Zwiebeln in das Bratfett geben und kurz anschwitzen, dann die Gurke dazu geben. Beides etwa 5 Minuten schmoren.
In der Zeit die Brühe zubereiten.
Den Essig zum Gemüse geben, gut umrühren und nach einer Minute die Brühe zugeben. Etwa 10 Minuten köcheln lassen, dabei ab und zu umrühren.


Die Kartoffeln sollten inzwischen gar sein, Wasser abgießen, Butter zugeben und durchstampfen, dann Milch zugeben und weiter stampfen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz abschmecken.

Jetzt den Frischkäse einrühren. Beim fettreduzierten geht das etwas schwieriger, weil er nicht so leicht schmilzt, da etwas geduldig sein und rühren, rühren, rühren ... :)
Mit Salz, Pfeffer und Dill abschmecken und dann die Klopse zugeben und warm werden lassen.


Über den Kartoffelbrei geben und schmecken lassen.


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