Mittwoch, 6. August 2014

Indianercamp - ein Rückblick

Letzte Woche war mein Großer 5 Tage im Indianercamp, organisiert von den Abenteuercamps.
Dabei war alles ganz anders geplant ... Eigentlich sollte er eine Woche ins Mittelaltercamp mit Übernachtung gehen, da für die Woche für mich noch Arbeit angesagt war, Papa und der Lütte aber schon zur Oma fahren wollten.
Dann kommen wir am Sonntag zum Treffpunkt, und niemand ist da! Was war passiert?
Ich Dussel muß mir schon bei der Campbuchung das falsche Datum aufgeschrieben haben, das Mittelaltercamp hatte bereits in der Vorwoche stattgefunden. Soetwas passiert, wenn man überarbeitet ist. :(

Mein Großer war schon total betrübt, aber am Telefon fand der Campverantwortliche schnell eine unbürokratische Lösung: Der Große durfte stattdessen mit zum Indianercamp.
Das hatte zwar den Nachteil, daß es ohne Übernachtung war und ich ihn morgens bringen und abends abholen mußte (per Bus und zu Fuß, weil das Auto ja mit Papa unterwegs war), aber allemal besser als den ganzen Tag den Jungen im Büro sitzen zu lassen. :)

Was sind die Abenteuercamps überhaupt?
In diesen Feriencamps, die auch als Wochenendcamps angeboten werden, geht es um naturpädagogische Ferien. Die Kinder sind den ganzen Tag draußen in der Natur, in diesem Fall auf dem Gut Wulksfelde. Hinter dem Gutshaus gibt es eine von Bäumen umgebene Freifläche, an die ein Wald grenzt, und nur wenige Schritte in den Wald hinein fließt die Alster.
Die Kinder und ihre Betreuer unternehmen eine "Zeitreise" und landen bei den Indianern. Sie müssen sich als Stamm zusammen finden und gemeinsam viele Abenteuer bestehen und z.B. Rätsel lösen, Prüfungen bestehen (Geschicklichkeit etc.) und sich gegenseitig helfen.


Für Verpflegung ist bei den Camps gesorgt, es gibt ein warmes Mittagessen aus der Gutsküche und ein Angebot von Obst, wir mein Großer berichtet hat. Zwischendurch wird am Lagerfeuer natürlich auch Stoffbrot gemacht, die Kinder singen gemeinsam selbst erdachte Indianerlieder, schnitzen und baden natürlich auch in der Alster, was bei den durchschnittlich 28 Grad der letzten Woche wohl auch die Lieblingsbeschäftigung war.

Am ersten Tag wurden für die Kinder, welche keine Verkleidung hatten, aus alten T-Shirts Indianershirts gestaltet. Mein Großer hat einfach seine Mittelaltertunika getragen, die ich ja für das geplante Mittelaltercamp genäht hatte, aber so ein T-Shirt hat er sich trotzdem gebastelt - dann hatte man gleich ein Wechselshirt. :)

Unter Aufsicht durften die Kinder sich auch kleine Schmuckstücke erstellen. Aus einem dicken Holunderast wurden Scheiben gesägt und dann geschliffen, mit einem Messer ausgehöhlt und dann als Kettenanhänger getragen. Richtig klasse, wie ich finde.


Noch ein Wort zu den Betreuern: Mein Sohn war von allen begeistert. Die "Stammeshäuptlinge" waren alle sehr nett, sind toll auf die Kinder eingegangen und haben das Spiel die ganze Zeit voll mitgemacht. Begrüßt wurde man mit "How", die Verkleidungen waren klasse, und als Eltern wurde man flexibel unterstützt. (Einen Tag mußte ich unbedingt den früheren Bus in die Firma nehmen und den Großen dadurch fast eine halbe Stunde vor der eigentlich Startzeit bringen - auch das war überhaupt kein Problem. Mein Dankeschön, frisch gebackenen Muffins, wurden dann aber auch gern angenommen. :)  )

Mein Gesamteindruck dieses Camps ist durchweg super. Der Große war begeistert. Er hat neue Freunde kennengelernt, den ganzen Tag draußen rumgetobt und Spaß gehabt, und das Essen war auch lecker.
Mit 139€ ohne und 199€ mit Übernachtung ist es nicht ganz billig aber preislich absolut im Rahmen für das, was geboten wird, und wir, der Große und ich, können Euch die Abenteuercamps guten Gewissens empfehlen. Das Einzugsgebiet dürfte der Norden Hamburgs bis hoch nach Bad Segeberg sein.

Vielen herzlichen Dank nochmal an Herrn Waschischek und sein Team für die spontane Hilfe und Flexibilität sowie für die tolle Woche für meinen Sohn und alle anderen Kindern, die teilgenommen haben. Ihr seid spitze!

verlinkt bei: Mmi

1 Kommentar:

  1. Wie toll, das find ich super, dass er dann einfach
    bei den Indianern aufgenommen wurde.
    How
    Nähoma

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